ULTRA4 EUROPE – KING OF FRANCE 2022 Onboard: The Crazy Germans fast but bad luck / The Crazy Germans schnell aber im Pech!

KING OF FRANCE 2022 – ONBOARD


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Das Ultra4 Europe Race KING OF HAMMERS aus der Sicht des deutschen Teams THE CRAZY GERMANS!

Donnerstag gleich Anreise-Tag: Das Fahrerlager war bereits schon halb voll und die restlichen Teilnehmer trafen nach und nach ein. Alle waren heiß darauf nach Corona endlich wieder Rennen zu fahren.

Freitag Fahrerbesprechung „Der Vorbote“: Die Besichtigungsrunde stellt sofort klar, dass der Kurs materialmordend sein wird. Massive Steine, deftige Windenpassagen über steile Stufen, Top-Speed-Passagen und vieles mehr sah das Wochenend-Menü vor. Da hat sich der neue Rennleiter von Ultra 4 Europe Chris Bowler mal richtig ins Zeug gelegt.

 

Freitag Abend – Prolog: Dafür wurde eine kleine Strecke genutzt, die von den Zuschauern komplett einsehbar war. Als Vorletzter startete das deutsche Team und belegte einen sensationellen zweiten Platz in ihrer Klasse (4400 Unlimited), was zugleich der zweiten Startplatz für das Rennen am Samstag bedeutete. Nur der französische Lokalmatador war schneller.

Samstag – 1. Renntag

1. Lauf: Auf Platz zwei ging’s ins Rennen, während der Erstplatzierte einen Frühstart hinlegte und dem deutschen Team die Linie nahm. The Crazy Germans wechselt dann nach innen, während der Konkurrent ebenfalls nach innen zog und dabei die Räder der Deutschen berührte. Folge: Der Erstplatzierte fabrizierte einen Überschlag und hatte das Nachsehen. Indes ging man das Rennen vergleichsweise kontrolliert und vorsichtig an und beendeten den 1. Lauf auf P5. Zudem gab es ein Problem mit einem eingeklemmten Windenseil am Fahrzeug, was zusätzlich Zeit kostete.

2. Lauf: Der Startplatz entspricht dem Ergebnis vom 1. Lauf. Das Rennen lief hervorragend und mit etwas mehr Druck hinterm Lenkrad konnten „The Crazy Germans“ auf P2 das Rennen beenden.

3. Lauf: Mit dem zweiten Startplatz ging es perfekt ins Rennen und man konnte sich zeitweise die Führung schnappen. Doch zur Mitte des Rennens riss die vordere 4-Link-Aufnahme in der knallharten Steinpassage ab, was das Aus bedeutete. Damit belegte man noch immer den 5. Platz in Lauf 3.

Nach drei Läufen war bei 35 Grad Lufttemperatur in einem staubtrockenen Steinbruch eigentlich ein abkühlendes Bad im nahegelegenen Fluss geplant. Wegen der notwendigen Reparaturarbeiten wurde indessen geflext, geschweißt bis der Arzt kam, so dass aus dem kühlenden Sprung ins Nass nichts wurde, den der Start am Sonntag stand ja an.

Sonntag – 2. Renntag:

4. Lauf: Mit Startplatz Nummer 5 ging es wieder mit vollem Elan ins Rennen, dass perfekt lief. Die Windenhängen wurden mittlerweile von Bernd Schäfer gefahren, so dass der zeitintensive Windeneinsatz ausfiel. Zudem konnte man durch eine perfekte Linienwahl ganze drei Konkurrenten auf einen Zug überholen. Das bedeutete zurück auf Platz 2. Doch der Erfolg hielt nicht lange an. In einem Steilhang wurde die Front zu leicht und es folgte eine Rolle Rückwärts, so dass The Crazy Germans auf dem Dach landeten und liegen blieben. Dabei stellte man fest, dass am Vorderbau einiges abgerissen wurde. Dank Heckwinde konnte man das Arbeitsgerät wieder auf die Räder stellen, um anschließend die Box anzusteuern. Die Boxencrew wurde bereits per Funk informiert. In Rekordzeit war der Vorderbau geschweißt und das Fahrzeug wieder einsatzbereit, was in der nur zweistündigen Pause bis zum nächsten Lauf realisiert wurde. Schließlich war noch immer nichts verloren nach dem Motto „Never give up“.

5. Lauf: Auf P4 gestartet ging es wieder mächtig nach vorn bis auf P2. Doch lange konnte man diese Platzierung nicht genießen, denn plötzlich brach das Kreuzgelenk der hinteren Kardanwelle – was für ein Alptraum. Das endgültige Aus? Nach kurzer Teambesprechung war klar, dass Bernd Schäfer (Fahrer) zwei Kilometer ins Fahrerlager joggen soll und Ersatz ranschaffen muss. Derweil baute Andreas Schönbrunn (Co-Pilot) die defekte Kardanwelle aus. Da die Renndauer nur 1,5 Stunden betrug konnte die Beschaffung und der Einbau gerade so kurz vor Rennende erledigt werden, so dass man zum Ende des Rennens noch übers Ziel ins Fahrerlager fahren konnte.

O-Ton Bernd Schäfer (Fahrer/Team-Chef): „Trotz der Umstände war es eine geniale Veranstaltung die von Chris Bowler samt Ultra4Europe-Team und Nicolas Montador (WSR-Offroad) perfekt organisiert wurde. Ein ganz großer Dank geht an die Boxencrew Thorsten Lengwenus und Manfred Budjin, die stets alles daran setzten unseren Ultra4-Racer wieder über Nacht auf die Beine zu bekommen, so dass er für den nächsten Lauf wieder fit für den Start war. Wieder einmal ein perfekter Beweis dafür, dass nicht nur der Fahrer und das Material entscheidend sind, sondern eigentlich nur die gesamte Teamleistung über Sieg oder Niederlage entscheidet. Und unser TEAM-SPIRIT war mal wieder top, worüber wir überglücklich sind.“

Mittlerweile hat man die Fahrzeugfront komplett neu aufgebaut und nutzt zum Testen den GORM-Lauf in Olszyna (POL). Richtig deftig geht’s dann wieder beim Ultra4Europe-Lauf in Portugal zur Ermittlung des KING OF PORTUGAL zur Sache, sofern die Waldbrände das Event nicht verhindern.


 

The Ultra4 Europe Race KING OF HAMMERS from the perspective of the German team THE CRAZY GERMANS!

Thursday is the day of arrival: The paddock was already half full and the remaining participants gradually arrived. Everyone was excited to finally start racing again after Corona.

Friday driver’s briefing ‚The Harbinger‘: The inspection tour makes it immediately clear that the course will be material-killing. Massive rocks, heavy winch passages over steep steps, top speed passages and much more were on the weekend menu. The new race director of Ultra 4 Europe, Chris Bowler, has put his heart and soul into it.

Friday evening – prologue: A small stretch was used for this, which was completely visible to the spectators. The German team started penultimate and took a sensational second place in their class (4400 Unlimited), which also meant second place on the grid for the race on Saturday. Only the French local hero was faster.

Saturday – 1st day of racing

1st run: We started the race in second place, while the first-placed jumped the start and took the line from the German team. The Crazy Germans then switched inside while the competitor also pulled inside, touching the Germans‘ wheels in the process. Consequence: The first place fabricated a rollover and was left behind. However, the race was comparatively controlled and cautious and ended the first run on P5. There was also a problem with a jammed winch cable on the vehicle, which cost additional time.

2nd run: The starting place corresponds to the result of the 1st run. The race went extremely well and with a little more pressure behind the wheel ‚The Crazy Germans‘ were able to finish the race on P2.

3rd run: With second place on the grid, the race started perfectly and we were able to grab the lead at times. However, in the middle of the race, the front 4-link mount broke off in the rock-hard passage, which meant the end. This still put them in 5th place in run 3.

After three runs, the air temperature in a bone-dry quarry was 35 degrees and the plan was actually to take a cooling dip in the nearby river. Because of the necessary repair work, meanwhile, the car was flexed and welded until the doctor came, so that nothing came of the cool jump into the water, since the start on Sunday was due.

Sunday – 2nd race day:

4th run: With starting position number 5, we started the race with full vigour, which went perfectly. The winch slopes were meanwhile driven by Bernd Schäfer, so that the time-consuming use of the winch was cancelled. In addition, you could overtake a total of three competitors in one go thanks to a perfect choice of line. That meant back to second place. But the success didn’t last long. On a steep slope, the front became too easy and a backwards roll followed, so that The Crazy Germans landed on the roof and stayed put. It was found that something had been torn off at the front end. Thanks to the rear winch, the work equipment could be put back on its wheels and then headed for the box. The pit crew has already been informed by radio. The front end was welded in record time and the vehicle was ready for use again, which was achieved in the only two-hour break before the next race. After all, nothing was lost according to the motto ‚Never give up‘.

5th run: Started on P4, we made a lot of progress up to P2. But you couldn’t enjoy this position for a long time, because suddenly the universal joint of the rear cardan shaft broke – what a nightmare. The final end? After a short team meeting, it was clear that Bernd Schäfer (driver) should jog two kilometers to the paddock and have to find a replacement. Meanwhile, Alexander Schönbrunn (co-pilot) removed the defective cardan shaft. Since the race only lasted 1.5 hours, procurement and installation could be completed just before the end of the race, so that at the end of the race you could still drive over the finish line to the paddock.

O-Ton Bernd Schäfer (driver/team boss): ‚Despite the circumstances, it was a brilliant event that was perfectly organized by Chris Bowler together with the Ultra4Europe team and Nicolas Montador (WSR-Offroad). A big thank you goes to the pit crew Thorsten Lengwenus and Manfred Budjin, who always did everything they could to get our Ultra4 racer back on its feet overnight so that it was fit for the start again for the next run. Once again perfect proof that not only the driver and the material are decisive, but actually only the overall team performance decides on victory or defeat. And our TEAM SPIRIT was great again, which makes us overjoyed.”

In the meantime, the front of the vehicle has been completely rebuilt and the GORM run in Olszyna (POL) is used for testing. The Ultra4Europe run in Portugal to determine the KING OF PORTUGAL will get down to business again, provided that the forest fires don’t prevent the event.

Quelle / Source: The Crazy Germans