Die korrekte Spannung der Antriebskette reduziert nicht nur die Geräuschentwicklung, sondern vor allem die Lebensdauer des Sekundärtriebs – eine unumstößliche Tatsache…

…natürlich ist das noch nicht alles. Denn eine korrekt gespannt Kette reduziert zudem die Reibungsverluste zwischen Kette und Kettenrad/Ritzel und sorgt auch für eine direktere Kraftübertragung an das Hinterrad. Nebenbei wir auch die Gefahr einer herunterspringenden Kette auf eine Maximum reduziert.

Wir haben deshalb vom englischen Hersteller Tru-Tension das Kettenspannwerkzeug Chain Monkey näher unter die Lupe genommen, da es eine vergleichsweise einfache Methode zur Feststellung des korrekten Antriebsketten-Durchhangs an jedem Motorrad unter nahezu allen Bedingungen ermöglicht.

Was benötigt man dafür? Ein Paar Handschuhe, die Motorrad-Bedienungsanleitung, den passenden Schlüssel zum Lösen der Achsmutter am Hinterrad sowie zwei Gabelschlüssel für die Konter- und Einstellmutter der Kettenspanner an der Schwinge. Ist man zuhause in der Garage empfiehlt sich zudem Pressluft sofern vorhanden, andernfalls ein Reinigungsspray, um den Einstellbereich der Kettenspanner für eine exakte Justierung zu säubern. Ein Kettenspray für die erneute Schmierung der Antriebskette versteht sich natürlich von selbst.

Hat man all diese Sachen parat, was ohnehin in jeden Werkzeugkasten eines Offroaders vorhanden ist, so kann die Kontrolle und Einstellung der aktuellen Kettenspannung vorgenommen werden. Nebenbei sei erwähnt, dass auf Grund der geringen Abmessungen die Mitnahme auf die große Tour oder zum klassischen Enduro-Training kein Problem darstellt.

Für den korrekten Durchhang sind die Angaben des Herstellers in Bedienungshandbuch zu berücksichtigen, die dann mit der Tabelle auf der Verpackungsrückseite des Chain Monkeys abzugleichen sind. Der dafür hinterlegte Wert ist mit der vorhandenen Skala auf dem Chain-Monkey mit dem schwarzen Konterring einzustellen.

Anschließend wird der Druck-Stempel wieder in die Nullstellung gebracht, so dass er keinen Druck auf die Kette ausübt – wir haben hierfür bewusst auf eine stark verschlissene Antriebskette zurückgegriffen, da die Unterschiede dann besser sichtbar werden.

Anschließend wird die Kette zwischen den beiden Führungsstegen und Druck-Stempel gelegt, so dass Letzterer in die markierte Endstellung mittels Konterring gebracht werden kann. Dadurch ergibt sich eine starke Wölbung der Kettenglieder bei nicht korrekter Kettenspannung. Um nun die laut Herstellerangaben vorgegebene Spannung der Antriebskette zu erhalten sind die Achsmutter am Hinterrad und die Kontermuttern an den Kettenspannern zu lösen, so dass über die Einstellschrauben Zug auf die Kette gebracht werden kann. Ziel dabei ist die Kette so zu spannen, dass diese horizontal, als nahezu gestreckt den Chain Monkey durchläuft.

Natürlich ist dabei darauf zu achten, dass der Kettenspanner an den vorhandenen Einkerbungen an der Schwinge für eine gerade Kettenführung beziehungsweise Radführung ausgerichtet wird. Andernfalls greifen die Zahnräder nicht korrekt, sondern schräg in Laufrichtung der Kette ein, so dass hier enorme seitliche Kräfte auftreten, die den Verschließ und die Reibung maximal erhöhen. Leider sind diese Markierungen auf der Schwinge zur korrekten Ausrichtung des Rads nicht selten schlecht sichtbar oder durch äußerliche Einflüsse im Offroad-Einsatz abgeschliffen.

Hierfür gibt es ein weiteres Tool, das wir in der kommenden Ausgabe im Detail vorstellen werden. Anschließend müssen die Kontermutter der Kettenspanner und die Achsmutter mit dem vom Hersteller vorgegeben Drehmoment angezogen werden. Nur so hat man den wohl idealen Zustand für einen korrekt geführten Sekundärtrieb.

Natürlich ist für uns Offroad zu berücksichtigen, dass die Kettenspannung im tiefen Sand deutlich größer sein muss. Hier ist also auch der individuelle Einsatz zu berücksichtigen. Auf Grund der damit vereinfachten Kontrolle und Einstellung des Kettendurchhangs ist der Chain Monkey von Tru Tension uneingeschränkt empfehlenswert. Die Verarbeitung ist durchweg tadellos und überraschend stabil gefertigt.

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Correct tensioning of the drive chain not only reduces noise, but above all the service life of the secondary drive – an indisputable fact …

… of course that’s not all. A correctly tensioned chain also reduces the friction losses between the chain and the chain wheel / sprocket and also ensures a more direct power transmission to the rear wheel. In addition, the risk of a chain jumping off is reduced to a maximum.

We have therefore taken a closer look at the chain tensioning tool Chain Monkey from the English manufacturer Tru-Tension, as it enables a comparatively simple method to determine the correct drive chain slack on any motorcycle under almost all conditions.

What do you need for that? A pair of gloves, the motorcycle owner’s manual, the right wrench to loosen the axle nut on the rear wheel and two wrenches for the lock and adjusting nut of the chain tensioner at the swing arm. If you are at home in the garage, compressed air is also recommended, if available, otherwise a cleaning spray to clean the adjustment area of ​​the chain tensioner for precise adjustment. A chain spray for relubricating the drive chain is obviously.

If you have all these things ready, which is already in every toolbox of an offroader, you can check and adjust the current chain tension. It should also be mentioned that due to the small dimensions, taking it on a big tour or for classic enduro training is not a problem.

For the correct sag, the manufacturer’s instructions in the operating manual must be taken into account, which must then be compared with the chart on the back of the chain monkey’s packaging. The numeric value stored for this must be set using the existing scale on the chain monkey with the black counter ring.

Then the pressure stamp is brought back to the zero position so that it does not exert any pressure on the chain – we deliberately used a heavily worn drive chain for this, as the differences then become more visible.

The chain is then placed between the two guide bars and the pressure stamp so that the latter can be brought into the marked end position by means of a counter ring. This results in a strong curvature of the chain links if the chain tension is not correct. In order to maintain the tension of the drive chain as specified by the manufacturer, the axle nut on the rear wheel and the lock nuts on the chain tensioners must be loosened so that tension can be applied to the chain via the adjusting screws. The aim is to tension the chain so that it runs horizontally, almost stretched, through the Chain Monkey.

Of course, it must be ensured that the chain tensioner is aligned with the existing notches on the rocker for a straight chain guide or wheel guide. Otherwise, the gear wheels will not engage correctly, but rather at an angle in the direction of travel of the chain, so that enormous lateral forces occur here, which increase wear and tear and friction to the maximum. Unfortunately, these markings on the swing arm for the correct alignment of the wheel are often difficult to see or are worn off by external influences in offroad use.

There is another tool for this, which we will present in detail in the next issue. Then the lock nut of the chain tensioner and the axle nut must be tightened with the torque specified by the manufacturer. This is the only way to have the ideal condition for a correctly guided secondary drive.

Of course, for us offroaders, we have to take into account that the chain tension must be significantly greater in deep sand. The individual use must also be taken into account here. Due to the simplified control and adjustment of the chain slack, the Chain Monkey from Tru Tension is unreservedly recommended. The workmanship is consistently flawless and surprisingly stable.

 

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