SUPERENDURO RIESA – FINAL: BOLTISSIMO on Day 1 / BOLTY ist unaufhaltbar!

VIDEO Highlights – DAY 1


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Im Superpole-Qualifying gelang dem Husqvarna-Werkspiloten und Überflieger aus England keine perfekte Runde, die deshalb „nur“ 1,4 Sekunden schneller war, als jene des Zweitschnellsten und Markenkollegen Colten Haaker aus den USA. In den drei Heats fuhr der 24-jährige Brite Billy Bolt in seiner eigenen Liga und gewann diese genauso wie zuvor in Budapest und Jerusalem.

Der sechsfache Weltmeister Taddy Blazusiak hatte einen kurzen Abend nachdem es sich das Handgelenk bei eime hamrlos aussehenden Sturz brach. Damit war einer der theoretisch stärksten Rivalen für den vorzeitigen Titel von Billy Bolt raus.

Nach seinem zweiten WM-Titel in Corona-unterbrochener Folge sagte Billy Bolt: „Mathematisch war der Titel heute schon möglich, was mein Ziel für den ersten Tag war. Ich werde jetzt mit dem Team, bei dem ich mich bei dieser Gelegenheit recht herzlich bedanken möchte, ein, zwei Bierchen trinken und dann den zweiten Tag in Riesa genießen. Ich werde aber nicht nachlassen und will wieder gewinnen. Wenn man an den Start geht, will man immer gewinnen. Aber natürlich ist schon mal eine große Last weg. Mit dem Titel im Rücken, sollte es zumindest nicht schwerer werden.“

Die Kampfansage nahm der mit dreimal Platz zwei in den Vorläufen, Zweiter der Tageswertung – Colton Haaker – zwar zur Kenntnis, gab sich aber keinerlei Illusionen hin, es auf den ersten Platz schaffen zu können. Nachdem der jeweils der Gesamtdritte des ersten Tages in Riesa, der britische Beta-Pilot und Bolt-Landsmann Jonny Walker, auf die Frage, was man gegen die Dominanz Billy Bolts tun könne, kurz und knapp und dennoch voller Ehrfurcht „nichts“ antwortete, erklärte das der 32-jährige Colton Haaker etwas ausführlicher: „Billy ist eine neue Fahrergeneration. Er hat uns Alte frühzeitig gefragt, wie was geht und hat nun seinen eigenen Style entwickelt. Er hat auf den Top-Level in Sachen SuperEnduro einfach noch einen drauf gesetzt. Das müssen wir anderen einfach akzeptieren.“

Mit den Heat-Platzierungen vier, fünf und vier durfte sich Tim Apolle über Platz vier und damit sein bestes Tagesergebnis freuen. Das war zwar vom frühen Ausscheiden Taddy Blazusiaks sowie vom erneuten Rennpech des Ex-Weltmeisters Cody Webb, ebenfalls aus den USA, etwas begünstigt, aber nicht unverdient. Der Beta-Fahrer aus Sachsen-Anhalt sagte anschließend: „Der erste Tag des SuperEnduro Grand Prix in Deutschland war einfach nur geil und es lief echt gut für mich. Ich war zum zweiten Mal in der Superpole. Die Strecke hat richtig Spaß gemacht. Sie war sehr flüssig, aber auch anspruchsvoll. In den Rennen schaffte ich mit den Plätzen vier, fünf und vier mein bestes Overall-Ergebnis in der großen Klasse. Klar gehört immer ein bisschen Glück dazu. Ich habe mein gestecktes Ziel für Riesa fürs Erste erreicht. Mal auf dem Podest zu stehen, wäre natürlich noch ein Traum. Das wird verdammt schwer, aber beim SuperEnduro ist nichts unmöglich.“

Der zweite Deutsche im Feld, Kevin Gallas, hatte sich nur für eine Teilnahme in Riesa entschlossen entschlossen und wurde deutlich unter Wert geschlagen. Nach Platz neun im ersten Rennen, kam er im zweiten kurz vor Schluss auf Platz sechs liegend zu Fall und verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht die Strecke. Zum dritten Lauf trat er wieder an, stieg aber vorzeitig aus.

In der Klasse Junior der SuperEnduro-WM war Dominik Olszowy als klarer Tabellenführer nach Riesa gekommen. Alle bisherigen Heat-Siege konnte der Pole für sich verbuchen und wollte seine weiße Weste natürlich behalten. Den ersten Heat gewann er auch sogleich wieder, doch im zweiten machte ihm Milan Schmüser aus Tensfeld in Schleswig-Holstein einen dicken Strich durch die Rechnung. Den dritten Lauf sowie die Tageswertung gewann Dominik Olszowy wiederum, doch rechnerisch ist er in Sachen WM noch nicht durch.

Nach den erbitterten und dennoch friedlichen Kampfhandlungen sowie den Heat-Plätzen vier, eins und zwei sagte der Tages- sowie neue WM-Zweite Milan Schmüser: „Viel besser hätte es nicht laufen können. Im dritten Lauf war ich gleich nach dem Start wieder Erster. Da habe ich gedacht jetzt nur noch vorn bleiben. Doch das hat leider nicht geklappt. Insgesamt bin ich aber super zufrieden und jetzt WM-Zweiter. Am Sonntag muss auch noch alles gut klappen, so die norddeutsche „coole Socke“.

Hinter dem inzwischen echt starken Israeli Suff Sella musste sich der bisherige WM-Zweite Leon Hentschel aus dem niedersächsischen Uelzen nach den Platzierungen drei, vier und vier auch in der Tageswertung mit Rang vier zufrieden geben. Damit liegt er nun fünf Punkte hinter Milan Schmüser auf dem dritten Tabellenplatz. Sein Fazit lautete: „Das war auf jeden Fall hart hier. Der erste Lauf lief mit dem dritten Platz mega gut für mich. Im zweiten habe ich viel Pech gehabt, indem ich auf einen gestürzten Fahrer gesprungen bin, der hinter einem Hindernis lag. Das konnte ich leider nicht sehen. Im dritten Rennen hatte ich im Steinfeld auch einen kleinen Hänger. Das Ziel Vizeweltmeister bleibt aber das gleiche wie vorher und ist ja auch noch möglich.“

Mit Max Faude aus Sindelfingen mischte in der Nachwuchsklasse ein dritter Deutscher mit. Er schaffte vor heimischem Publikum in der gut gefüllten SACHSENarena mit Rang sieben ebenfalls sein bisher bestes Gesamtergebnis.

Im SuperEnduro European Cup gewann der ebenfalls bisher ungeschlagene Italiener Sonny Goggia den ersten Lauf und leistete sich im zweiten mehrere Patzer. Vom letzten Platz kämpfte er sich auf die zweite Position vor, stürzte aber erneut und wurde schließlich Vierter. Das reichte allerdings, um zumindest die Tageswertung erneut zu gewinnen, doch die Titelentscheidung ist auf den zweiten und Final-Tag in Riesa vertagt.

Die beiden deutschen Finalisten Marco Pfeifer aus Berglen und Paul-Erik Huster aus Sandersleben landeten auf den Gesamträngen neun und zehn.

Um den Fahrern und Fans keinen Einheitsbrei vorzusetzen, ließ die wie immer gastgebende Auerswald Eventmanufaktur aus Hohndorf bei Stollberg von ihren aufopferungsvollen nachtaktiven Helfern die Strecke nach dem letzten Rennen des Abends umbauen. Daran, dass die Detail-verliebten Streckenbauer auch am Sonntag Höchstnoten bekommen werden, besteht kein Zweifel. Stellvertretend für sicherlich fast alle Fahrer, sagte Colton Haaker im Rahmen der Sieger-Pressekonferenz: „Das ist mit Abstand die beste Strecke, die wir in dieser Saison bisher hatten. Und die Fans sind in Riesa sowieso immer fantastisch. Ich liebe Riesa.“

Ergebnisse – Tag 1

GP GERMANY 1 - FIM - SEWC Prestige - EVENT & CHAMPIONSHIP CLASSIFICATIONS - Event Classification (1)_optimize


 

 

Britain’s Billy BOLT stormed to a second FIM SuperEnduro World Championship title tonight in Riesa, one full race day before the end of the season. The Husqvarna rider, fresh off a deal with Red Bull, showed his usual flair and dominance and executed the ideal evening by winning all three races in the SachsenArena. We now have a new champion, but the runner-up position is still hotly contested between WALKER and HAAKER.
The other man in the running, Taddy BLAZUSIAK, was forced to leave the competition with a broken wrist, putting a stop to the legendary Pole’s SuperEnduro season. Cody WEBB (USA-Sherco) also had a bruising early end to his season.

Factory Husqvarna rider Billy BOLT (GBR) is truly in a world of his own. The 24-year-old is breaking records and rules this season as he carves his own spectacular path through the sport – out of 12 races contested so far, he has won 11! This year it has all come together for the Brit, who is jovial and fun-loving in the paddock but turns into a efficient and unstoppable machine as soon as he fires up his Husqvarna. Throughout the various stadiums this season he has shown that nothing can keep him down, even when he makes a bad start or finds himself stuck in traffic, BOLT always finds the solution to win and demoralise his opponents. His unique style has won him many fans; his risk-taking is often at the limit, but the World Champion shows total and spectacular mastery. In Riesa he could’ve been forgiven for doing ‘just enough’, but instead he was determined to win every race – even the second match of the night where he had two crashes and came from last place to the victory.

While it was smooth sailing for BOLT, it was a different story for his long-time rival, Taddy BLAZUSIAK. The Pole, who is considered a legend in the sport, was denied his chance to fight for the runner-up spot in the title chase. Despite a below-par season so far, BLAZUSIAK was determined to fight until the end to take silver. He set the third fastest time in the Akrapovic Superpole and was setting up for a strong German Grand Prix, but in the third race this intense sport bit him. Taddy took a heavy landing after a log jump and broke his wrist on impact, instantly losing the strength to hold up his GasGas any longer. He was attended to on the trackside and shortly afterwards he left the stadium for medical treatment. We wish him well for a quick recovery and hope to see the sport’s original showman back on top form in 2023.

While BLAZUSIAK’s exit denied us a three-way battle for the Vice Champion position, the fight is still well and truly on between Jonny WALKER (GBR-Beta) and Colton HAAKER (USA-Husqvarna). The pair pushed each other on track all night long and although it was WALKER who managed to snatch 2nd this evening, the two riders are equal on points in the championship standings ahead of the final day of racing. On paper it is simple; whichever rider finishes in front of the other will earn the silver medal for the season but, as we know, nothing in SuperEnduro is ever simple or predictable!

In the final race of the night, as BOLT crossed the finish line, Sherco’s Cody WEBB suffered the same fate as BLAZUSIAK; breaking his wrist in a fall. A disappointing way to end what’s been a very difficult season for WEBB.

A special mention must also be given to local star Tim APOLLE (GER-GasGas) who put in a great performance to take 4th overall on the night. Fellow German and former Junior champion, Kevin Gallas (GasGas) had a rough night in the Prestige class when he picked up an injury in the second race.

In the Junior class thing went entirely to plan for Poland’s Dominik OLSZOWY (GasGas) who now has a very strong chance of lifting the crown in the Junior category. The youngster took two out of three victories on Day 1 in Riesa, and the GasGas rider topped the podium ahead of of home crowd favourite Milan SCHMUESER (GER-SHERCO) and Israel’s Suff SELLA (KTM), who confirmed the excellent form he’s picked up at the end of the season. OLSZOWY had to concede defeat once, to the joy of the German fans when SCHMUESER rode to victory in the second race of the night. This means the Pole will no longer be able to aim for a clean sweep of winning every race of the season. But his relaxed demeanor and confident riding style saw him extend his advantage ahead of the season finale tomorrow night. Fabien POIROT (FRA-Sherco) had a tricky evening, and the Frenchman fell to 5th place overall. Home rider Leon HENTSCHEL (GasGas) put in a good performance on the night, finishing 3rd in the first race of the night.
OLSZOWY enters the final race 49 points ahead SCHMUESER, so he should be able to take things easy tomorrow night and put a smile back on the face of his mentor, Taddy BLAZUSIAK.

Sonny GOGGIA (ITA-KTM) took the overall victory in style in the European Championship. The Italian struggled a little in the reverse grid race where he was beaten by his compatriot, Alessandro AZZALINI (GasGas), as well as an impressive Roland LISZKA (HUN-KTM), and Oskar KACZAMARCZYK (POL-GasGas). Hungarian Mark SZÖKE (Sherco) really upped his game in Germany and finished 2nd to GOGGIA in Race 1, but he unfortunately suffered a knee injury in the second race. GOGGIA, whose riding style is one of the most relaxed seen in the sport, should, in all likelihood, pocket the European title on Sunday afternoon in Riesa.

Billy BOLT (GBR-Husqvarna): “The evening was just crazy! I made a few mistakes, but I think I also had the best round of my SuperEnduro career. The crowd were epic tonight, I couldn’t even hear my bike most of the time because they were cheering so loudly! So I’m really happy to take the title here. Of course, I’m just over the moon to win another crown, massive thanks to my wonderful team – I really couldn’t do it without them. It was a real pity to see some of the guys get hurt tonight, and I must also pay respect to all my opponents who keep me on my toes and make this sport so brilliant to watch.

Dominik OLSZOWY (POL-GasGas): “I got two wins out of three tonight and the Junior World Championship title is really within my reach. Although I wasn’t satisfied with my pace in practice, I am very proud of the races I have contested – I did the job and that’s what counts. I don’t want to take anything for granted and it’s still necessary to be concentrated tomorrow.

Results – Day 1

GP GERMANY 1 - FIM - SEWC Prestige - EVENT & CHAMPIONSHIP CLASSIFICATIONS - Event Classification (1)_optimize

Quelle / Source: Superenduro