Verschmutzte Enduro oder Sidy-by-Side samt Equipment? Kein Waschplatz in der Nähe? Bosch liefert die Alternative!

Herbst, Winter oder Frühling bedeuten meist widrige Bedingungen und folglich hochgradige Verschmutzung von Enduro, Side-by-Side und natürlich der Ausrüstung. Die Lösung? Ab zum nächsten Waschplatz für die Reinigung per Hochdruckreiniger. Ist der zu weit oder verschlingt er im Halbminutentakt ein Zwei-Euro-Stück, kann es bei intensiver und vor allem hartnäckiger Verschmutzung trotz Reinigungsmittel und Warmwasser kostenintensiv werden. Zudem muss die Reinigung vom Equipment wie beispielsweise Helm, Brille, Overall oder Stiefeln meist von Hand durchgeführt werden, weil die Reiniger entweder zu viel oder zu wenig Druck bieten und der benötigte Wasserstrahl nicht variiert werden kann. Hat man eine längere Anfahrt zum Waschplatz oder gar Rückfahrt von einer Veranstaltung, dann wäre eine grobe Vorabreinigung nützlich.

Um dieser Problematik zu begegnen, bietet Bosch mit seinem Modell Fontus eine interessante mobile Lösung – die bereits bei der legendären Rallye-Breslau von uns eingesetzt wurde. Hierbei handelt es sich um einen 15 Liter fassenden Behälter mit elektronischer Pumpe. Letztere wird mittels Lithium-Ionen-Akku betrieben.

Bis zu 50 Grad warmes Wasser darf bei Bedarf eingesetzt werden, um ein noch besseres Reinigungsergebnis zu erreichen. Nach maximal 60 Minuten im Dauereinsatz ist Schluss und der Akku muss neu geladen werden. Der Hersteller verspricht über den verstellbaren Sprühkopf einen Wasserdruck von bis zu 15 bar.  Wem die 25,3 Kilogramm bei maximaler Füllung zu viel sind, zieht einfach den Zug-Griff aus und man kann das Gerät auf den vorhandenen Rollen entspannt hinter sich herziehen. Der Einsatz ist relativ einfach: Befüllen des Tanks, einschalten der Pumpe samt gewünschter Leistungsstufe und bei Betätigung der Sprühpistole geht’s auch schon los. Zuvor mit der Sprühpistole in den Tank das System entlüften, so dass nur noch Wasser kommt und schon kann mit dem vier Meter langen Schlauch die Reinigung beginnen.

Mit dem breiten Strahl werden die zu reinigenden Bereiche zunächst eingeweicht. Dann wird der maximale Druck mittels Stellrad und Position drei gewählt. Der Schmutz fliegt weg, der erzeugte Wasserdruck ist erstaunlich. Mit so einem guten Ergebnis wurde nicht gerechnet. Für fettige Bereiche würde man ein Reinigungsmittel benötigen, was im mobilen Einsatz aus Umweltgründen zu Recht untersagt ist.

Der maximal erzeugte Wasserdruck überzeugt und das Ergebnis lässt sich sehen. Wünschenswert wäre eine Lanze zur Verlängerung, damit man beispielsweise besser unter die Radabdeckung gelangt ohne dabei selbst nass zu werden.

Im Sommer kann man nach dem staubigen Rennen mit dem Brausekopf auch eine Dusche nehmen. Lässt man den Wassertank einige Zeit in der Sonne stehen, wird sogar eine angenehme Wassertemperatur erreicht – ähnlich den Solarduschen aus dem Outdoor-Bereich. Für Helme, Stiefel und verschlammte Kleidung oder verschmutzte Sitze und Konsolen eines Side-by-Sides ist die Bürste erste Wahl. Damit kann eine schonenden und  gezielte Reinigung erfolgen. Auch im Fall von verschmutzten Schadteilen, die während eines Rennens ausgetauscht werden, hilft der Fontus ungemein.


TECHNISCHE DETAILS 

  • Fassungsvermögen: 15 Liter
  • 4m Hochdruckschlauch
  • Lithium-Ionen-Akku 2,5Ah
  • Nennspannung: 18V
  • Nennleistung: 180 Watt
  • Akku-Ladezeit: 105 Minuten (Schnellladegerät: 60min)
  • LED-Ladezustand-Anzeige
  • Wasser-Temperaturbereich: bis 50 Grad
  • Fördervolumen: 1,5 bis 3,1l/min
  • Wasserdruck: bis 15 bar regulierbar durch dreistufigen Drehschalter
  • Dauereinsatz: Bis zu 60min, je nach Druckeinstellung
  • Lieferumfang: Sprühpistole, Bürste, Bedienungsanleitung, Akku, Ladegerät, Schlauch
  • Maße: 645x395x320mm (LxBxH)
  • Gewicht: 10,3kg (leer)
  • 24 Monate Garantie

Die Verarbeitung des Geräts geht in Ordnung, die Vielseitigkeit auch außerhalb des Offroad-Einsatzes gefällt und das Ergebnis beim Reinigen von Enduro, Sidy-by-Side und Equipment ohne den sonst notwendigen Strom- und Wasseranschluss überzeugt.

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt, denn man kann den Fontus ausschließlich über die Akkus betreiben. Ist man unterwegs und hat nur eine Spannungsquelle von 12V zu Verfügung, dann sollte man sich einen zweiten Akku besorgen, da das Ladegerät logischerweise nicht mit 12V betrieben werden kann.

Vorteil an der ganzen Angelegenheit ist natürlich, dass man bei gleicher Akku-Nutzung in einem Akku-Schrauber oder sontigem Akku-Gerät gleichen Herstellers dessen Akku zusäztlich nutzen kann. So spart man sich die extra Anschaffung eines Akkus und hat zugleich zwei Geräte, die mit ein und demselben Akku betrieben werden können. Hat man zwei Akkus, dann könnte man theoretisch die Laufzeit des Bosch Fontus auf bis zu 120 Minuten erweitern, wenn das Wasser vorher nicht zur Neige geht. Man sollte aber nicht ein High-End-Gerät erwarten, das für den Dauereinsatz geeignet wäre. Das allein schließt der Anschaffungspreis logischerweise aus. Hierbei handelt es sich aber um eine interessante Aushilfslösung für Zwischendurch zu einem akzeptablen Preis.

PREISE (o. Gewähr) 

  • Bosch Fontus 230 Euro
  • Bosch Fontus mit Akku und Ladegrät im Set 299 Euro
  • Bosch Fontus mit Akku und Ladegrät online ab 209 Euro
  • Bosch Fontus Starter-Set 1: 1 Akku + Ladegrät 80 Euro
  • Bosch Fontus Starter-Set 2: 2 Akkus + Ladegrät 130 Euro
  • Bosch Fontus Ersatzakku, abhängig der Kapzität (Bspl. 2,5Ah – 60 Euro)

Weite Informationen

Herstellerseite: www.bosch-do-it.de
Produkt-Direktlink: LINK
Das Gerät wurde für den Test von Bosch kostenfrei zu Verfügung gestellt.

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